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Basierend auf der beschriebenen Aufbaustrukutr lassen sich die wesentlichen Parameter für die Ablaufstruktur ableiten:

  • Zielvorgaben
  • Budgetvorgaben
  • Indikatorenkorridor

Damit soll auch eine Kulturveränderung initiiert werden. Die Priorisierung von Ablaufmodellen im Vergleich zu Aufbaumodellen stellt einen Paradigmenwechsel zum herrschenden Denken in „Funktionenschemata“ dar, der letztendlich ein Beitrag zur Transparenz der Verantwortlichkeiten in Entstehung, Umsetzung und Monitoring von Interventionsmodellen leisten wird. Die Positionierung der Institutionen bei Generierung, Abwicklung und Beendigung von Instrumenten und Programmen unterstützt die Etablierung einer Interventionskultur, die Exzellenz fördert und Exits aus nicht mehr adäquaten Modellen zulässt.

Kommentare

Gudrun says:

Völlig abgehobener,

Völlig abgehobener, unverständlicher Text, der in jede Richtung interpretiert werden kann

frosch says:

völlig unverständlich!

Bitte kann mir jemand erklären, was ein Indikatorenkorridor ist - und vielleicht in einfachen Worten, was dieser Absatz überhaupt meint?
Das zur Kommunikation .... (aber das war ja ein anderes Kapitel)

Bild von Rainer Hasenauer
Rainer Hasenauer says:

Indikatorenkorridor

Es erheben sich folgende Fragen:
1. Welche Indikatoren sind gemeint?
2. Sind die Indikatoren voineinander unabhängig oder stehen sie in einem (zB funktionalen, korrelierendem, crosscorrelierendem, etc.) Verhältnis zueinander?
3. Wer legt die numerischen Grenzen der Indikatoren-werte für welchen Zeitraum fest?
4. Welche Revisionskriterien müssen erfüllt sein, daß es a) zu einer numerischer Änderung der Indikatoren-grenzen (die ja die Korridorgeometrie bestimmen) kommt;
b) zum Entfernen oder Neuaufnehmen einer / mehrerer Indikatorvariablen kommt?
5. Wie sind die Zuständigkeiten für Pkt. 4 geregelt?
6. Wie erfolgt die empirische Validierung der Indikatorvariablen und deren korridorbildenden treshhold Werte?

Falls es dazu ein Dokument gibt, sollte es zugänglich gemacht werden. Falls es dazu kein Dokument gibt, dann ist das erforderliche Verfahren unbestimmt und daher real nicht einsetzbar sondern erst zu entwickeln.

wa says:

Governance Kaskade

Der gedruckte Text ist hier ausführlicher und daher leichter verständlich als der Kurztext auf der Site. Was hier unter dem Thema "Agencification" zusammengefasst wird, steht leider im Widerspruch zu der schon monierten Abbildung. Grundsätzlich ist die Ausstattung der Agenturen mit klaren Zielvorgaben und dann ein weitgehendes Nicht-Einmischen zu begrüßen. Nach drei Jahren erfolgt ein Monitoring des Programms, und wenn es nicht entsprochen hat, dann bitte abdrehen. Hier ist in der Vergangenheit oft wehleidig an Programmen festgehalten worden, die nicht mehr zeitgemäß sind.

Insgesamt ist das Kapitel 9. Governance leider etwas widersprüchlich geraten und sollte auf Konsistenz der Empfehlungen geprüft werden.

Johannes Schmid says:

Governance

"Big Brother is governing you.....". Es soll also alles gesteuert und mit Interventionsinstrumenten geregelt werden. Wo bleibt denn da die Freiheit der Forschung? Wer definiert denn was wichtig ist und was nicht? Forschung kann sich am besten entwickeln, wenn sie nicht zu Tode reguliert wird. Beispiel: Als Neher und Sackmann die Grundlagen der Elektrophysiologie entwickelten (für die sie später den Nobelpreis bekamen), wollte niemand etwas davon wissen - danach wurde es ein völlig neues Wissensgebiet auf dessen Basis viele Medikamente entwickelt wurden. So etwas würde heute locker "weggesteuert" werden, weil es zum entsprechenden Zeitpunkt nicht als wichtig und innovativ erkannt werden würde. Beispiel 2: Die Entwicklung des Wirkstoffs Cyclosporin A (der durch seine immunsuppressive Wirkung Transplantationen erst möglich macht), wurde mehrmals vom entsprechenden Pharmakonzern gestoppt (weil es dafür damals keinen Markt gab); nur durch die Hartnäckigkeit einzelner Forscher und die Grundlagenforschung der Universitäten, die dessen Wirksamkeit zeigten, wurde es letztlich nicht fallen gelassen und als Medikament schließlich zugelassen. Heutzutage würde es wahrscheinlich bei entsprechend stringenter "Steuerung" konsequent fallen gelassen.

Matthias Weber says:

veraltetes Modell

1. Die Vorstellung, die Welt in eine grundlagenorientierte und in eine anwendungsorientierte Forschungswelt zu trennen, entspricht nicht gerade den neuesten Erkenntnissen darüber wie Forschungs- und Innovationsprozesse ablaufen. Das zunehmend interaktive und vernetzte Innovationsmodell setzt im Gegensatz dazu auf eine intensivere Verknüpfung von Grundlagen, Innovation und Anwendung, und dies häufig im Kontext einer Reihe dynamischer Forschungsfelder. Zwar ist es notwendig, in substanziellem Ausmaß in die Generierung von neuen Ideen (im Sinne einer Bottom-up Forschung und Forschungsförderung im Grundlagenbereich) zu investieren (da gilt weiterhin das alte Marktversagensargument), aber ansonsten sollte eher auf die Intensivierung der Verknüpfung von Grundlagen und Anwendung gesetzt werden.
2. Viel wichtiger wäre allerdings angesichts der Herausforderungen im Humanressourcenbereich stärker die Bildungspolitik und dementsprechend das Bildungsministerium in das Bild miteinzubeziehen (vgl. auch Systemevaluierung).
3. Ein gemeinsames ministerielles Dach über eigentlich getrennte Politikagenden zu ziehen (es gibt schon einen Unterschied zwischen einer angewandten Forschung, die der Wirtschaftspolitik verpflichtet ist und einer Forschung, die gesellschaftliche, wirtschaftliche und innovationssystemische Herausforderungen ins Zentrum stellt), wird das Problem der Politikkoordination in Österreich auch nicht lösen. Dann werden eben diese beiden Handlungslogiken unter einem gemeinsamen Dach weiterbestehen und ihre jeweiligen Agenden verfolgen.