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Empfehlung 18.2

In jedem Planungsdokument für Interventionen sind die Nutzenindikatoren nach einem transparenten Muster zu integrieren.

Kommentare

Jolly good fellow says:

Nutzenindikatoren

Eine transparente Erklärung, was mit "Nutzenindikatoren" gemeint ist, wäre hilfreich! Gehts dabei um Kosten/Nutzen-Rechnungen, kardinale oder ordinale Nutzenmessungen oder vielleicht gar um Happiness-Forschung?

Gudrun says:

Wer legt die Indikatoren für

Wer legt die Indikatoren für "Nutzen" fest? Ist ein entscheidender Punkt! verschiedene Stakeholdergruppen werden völlig unterschiedlichen Nutzen-Zugang haben (monetär, gesellschaftlich, für Frauen, für Männer, ökologisch, für die Scientific community,...?)

Bild von Rainer Hasenauer
Rainer Hasenauer says:

transparente Nutzenindikatoren

Dies setzt das Transparentmachen der Annahmen für die Nutzenfunktion voraus. I.d.R. kann man davon ausgehen, daß Nutzen die Erreichung von Zielen ist, sodaß sich die Frage nach dem Zielsystem stellt.
I.d.R. wird es sich um eine Mehrfachzielsituation handeln, bei der partielle Konfiliktfelder und partielle Kompromissfelder identifizierbar sind.
Wie nun die Nutzenidikatoren numerische verarbeitbar sein sollen (additive Nutzenfunktion? Skalenniveau? zeitliche Stationarität der einer Nutzenfunktion zugrundeliegenden Präferenzordnzung? Auswirkung der Legislaturperiodizität auf die Nichtstationarität der Nutzenfunktion.

Gibt es dazu dokumentierte Annahmen und Verfahrensregeln, wie die Nutzenindikatoren eingesetzt werden sollen?

Bild von zecke
zecke says:

Indikatoren in Planungsdokumenten

Programmdokumente enthalten bereits Indikatoren.

Wer Indikatoren als Allheilmittel zur Steigerung von Effizienz und Effektivität begreift, hat möglicherweise ein falsches Bild von Indikatoren.

Das Grundproblem, das es zu allererst zu lösen gibt, ist die Identifikation von Wirkungszusammenhängen. Das ist schwierig genug im Kontext eines Unternehmens, das beispielsweise die Ausgaben für Marketing optimieren soll, um auf einem bestimmten Absatzmarkt einen Zielumsatz zu erreichen.

Wirkungszusammenhänge im Innovationssystem sind derart komplex, dass k e i n noch so w e i s e r Experte Wirkungen von Maßnahmen auch nur annähernd befriedigend quantifizieren kann.

berger2020 says:

Nutzenindikatoren

Die Republik möchte laut Rat ein frontrunner werden. Für die wissenschaftliche Grundlagenforschung wird es daher erforderlich sein, verlässlich verfügbare Mittel bereit zu stellen. Nutzenindikatoren sind dabei von vornherein (Projektevaluierung) und im nachhinein (veröffentlichte Ergebnisse) leicht zu prüfen, ohne dass sie vorgegeben waren. Nur verfügbare Mittel stimulieren Konkurrenz und dadurch Exzellenz.

Wenn die Republik ein Schwerpunktthema wünscht (z.B. Energie, Gesundheit, Bildungsfragen), weil das hohen Nutzen abwerfen könnte, kann es nur über den Weg zusätzlich einwerbbarer Mittel gehen. Der Nutzen der finanzierten Aktivitäten ist nie sicherer als wenn er anhand von Projektanträgen/veröffentlichten Ergebnissen veurteilt wird (Zukunftsvorhersagen - wie sonst)