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SL 19 Strategische Leitlinie: Dienstverträge in den Ressorts flexibilisieren

Neue Ideen entstehen am effizientesten durch stetige Veränderung. Die Qualifikation der Menschen in den Ressorts ist die Basis für den strategischen Blick in die Zukunft. Jedwede Zementierung von strukturellen oder inhaltlichen Prozessen verkrustet das System und engt damit die Optionen der Entwicklung massiv ein. Daher ist es eine Grundbedingung, dass die MitarbeiterInnen zur Flexibilität angeregt werden. Die derzeitigen Geschäftseinteilungen und Vertragsstrukturen begünstigen systematisch die Beharrung im pfadabhängigen Status Quo. Das Modell 2020 sieht eine flexible Vertragsgestaltung mit dem zwingenden Wechsel innerhalb der Struktur in regelmäßigen Abständen vor. Als Beispielfall kann dabei die Europäische Kommission herangezogen werden, deren MitarbeiterInnen in regelmäßigen Abständen (z.B. im 5-Jahres-Rhythmus) inhaltliche und strukturelle Agenden wechseln.

Kommentare

Jolly good fellow says:

Reform der Dienstverträge

Eine Flexibilisierung der Dienstverträge ist sicher wünschenswert. Erstaunlich ist aber, wie dieses Thema hier aus dem Nichts auftaucht und weder motiviert noch in der Umsetzung klar beschrieben wurde. Änderungen des Dienstrechts sind ja nicht gerade leicht zu bewerkstelligen. Da bedarf es wohlüberlegter Konzepte und auch einer klaren Strategie gegenüber der GÖD.

peppino4 says:

ex nihilo

nicht nur das taucht hier unvermittelt und zuweilen unreflektiert auf...

die unbequeme Stimme says:

Rekrutierung - Ausschreibung

Ein allererster Schritt wäre einmal bei der Einstellung von MitarbeiterInnen des BMWF und des BMVIT für Transparenz zu sorgen:

1) Wo findet sich auf den Webseiten der Ministerien irgendeine Information zu Stellenausschreibungen und den Modalitäten? Irgendeine Aufforderung an NichtösterreicherInnen sich auch zu bewerben?

2) Stellen werden im Amtsblatt ausgeschrieben (alle???), allerdings kann man dieses nicht online durchsuchen, und man kann sich auch nicht eine email mit neuen Stellen zuschicken lassen.

3) Wer sind die Auswahlkommissionen? Oder noch wichtiger: Wer sind die neuen MitarbeiterInnen? Wer wird da eingestellt? Der FWF z.B. hat kein Problem in seiner Infozeitschrift zu veröffentlichen, wer neu eingestellt wird.
Wenn einmal öffentlich wird, wer neu eingestellt wird, dann kann man auch einmal übliche (Vor?)urteile gegenüber Ministerien (nur Parteisoldaten werden genommen?) überprüfen.

Wolfgang Eppens... says:

Beispiel Schweiz

In der Schweiz werden alle Stellen der Bundesverwaltung in einer zentralen Datenbank gespeichert, die sich auch nach Themengebieten und Verwaltungseinheiten durchsuchen lässt.

http://www.epa.admin.ch/dienstleistungen/stellen/angebote/index.html

Auf den Seiten des Staatssekretariats für Bildung und Forschung wird auch direkt darauf verlinkt. Vielleicht kann man sich daran ein Beispiel nehmen?

Matthias Weber says:

Die Kommission als Beispiel

Das Rotationsprinzip der Kommission als leuchtendes Beispiel heranzuziehen, erscheint doch sehr gewagt. Zwar mag die Rotation einen Beitrag zum Überwinden von Ressortgrenzen leisten, aber sie führt - auch in der Kommission - zu einem massiven Kompetenz- und Wissensverlust in den Abteilungen. Eine leistungsfähige Politik braucht eine kompetente Verwaltung. Insofern stellt sich die Frage, ob bei diesem Vorschlag die Kosten nicht höher sind als der Nutzen...