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Österreichs Außenwissenschaftspolitik kann in fünf differenzierte Aktionsräume strukturiert werden :

  • eine europäische Dimension unter Einbeziehung des Europäischen Forschungsraumes
  • eine nachbarschaftsorientierte Dimension innerhalb der EU und mit Südosteuropa
  • bilaterale Kooperationen mit ausgewählten Drittstaaten (globalen Frontrunnern sowie dynamischsten Wissenschafts- und Wirtschaftsregionen)
  • multilaterale Kooperationen mit Drittstaaten im Rahmen ausgewählter Kooperationsnetzwerke
  • internationale Verpflichtungen aufgrund von Global Governance-Prozessen und internationalen Abkommen.

Kommentare

EF says:

Aktionsräume 3-5?

Die Aktionsräume 3-5 sind zumindest für Außenstehende vage oder unklar formuliert. Ich schlage vor, dass ein Aktionsraum ausdrücklich als "Wissenschafts- und Forschungskooperation mit Entwicklungsländern" benannt wird.

Die großen globalen Themen (Klimawandel, Bevölkerungswandel, Energie-, Wasserversorgung, Ernährungssicherheit) betreffen alle, arme Länder besonders stark. Österreich sollte sich an der Lösung dieser Fragen nicht nur aus ethischen Gründen und politischen Verpflichtungen sondern auch aus Eigeninteresse beteiligen.

j.jaeger says:

Wenn Umwelt und

Wenn Umwelt und Nachhaltigkeit Schwerpunkthemen sind, sollte Österreich auch eine wesentlich stärkere Rolle in den internationalen „Global Change“ Forschungsprogrammen (IGBP, IHDP, Diversitas, WCRP und ESSP) spielen.

Gruber says:

Millennium Development Goals

Es wird angeregt, beim fünften Aktionsraum - " internationale Verpflichtungen " - explizit und beispielhaft auf die Millennium Development Goals (MDGs) aus 2000 zu verweisen. Die MDGs bilden den inhaltlichen Referenzrahmen der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit und das Ziel der "Forschung für Entwickung" ist es, einen Beitrag zu deren Erreichung zu leisten.