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Diese Entwicklungen erfordern eine strategische Ausrichtung in den Aktivitäten zur internationalen Integration Österreichs. Dazu müssen zum einen Konzepte entwickelt und ausgebaut werden, wie die Grundlagenforschung im Rahmen der europäischen Programme besser unterstützt (Strukturen, Finanzierung, Förderung, Infrastruktur) werden kann. Zum anderen müssen Zielvorstellungen definiert und akkordiert werden, wie und in welchen Bereichen eine aktive Mitsprache und Mitgestaltung der europäischen Aufgaben von österreichischer Seite betrieben wird. Derzeit sind die österreichischen Beteiligungen weder gezielt ausgewählt noch interministeriell koordiniert.

Kommentare

die unbequeme Stimme says:

Warum nicht überall mitsprechen?

Zitat:
"Zum anderen müssen Zielvorstellungen definiert und akkordiert werden, wie und in welchen Bereichen eine aktive Mitsprache und Mitgestaltung der europäischen Aufgaben von österreichischer Seite betrieben wird."

Nun ich hoffe einmal, daß Österreich überall eine "aktive Mitsprache" anstreben wird, oder soll man in gewissen Bereichen der Forschungspolitik "passiv mitsprechen" oder lieber nicht mitsprechen (obwohl: das wäre vielleicht im Bereich der Nuklearforschung gar nicht mal das Schlechteste)?

Zitat:
Derzeit sind die österreichischen Beteiligungen weder gezielt ausgewählt noch interministeriell koordiniert.

Gerade in diesem Bereich habe ich den Eindruck gewonnen, daß es in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern nicht einmal so schlecht läuft. Immerhin ist die Zuständigkeit für die europäische Forschungspolitik und die ständige Vertretung in Brüssel nur in einem Ressort. Aber verbessern kann man natürlich auch diesen Punkt.