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Zentral sollten in dieser Region auch gezielte Förderungen von Partnerschaften mit dem Ziel des Aufbaus von „good governance“ sein (z.B. in Ministerien, Agenturen, Universitäten, Forschungseinrichtungen.)

Kommentare

Klaus Schuch says:

Good governance ist zu unterstützen

Wenn wir Forscher mit Kollegen aus Südosteuropa ernsthaft zusammen arbeiten möchten, dann muss am Westbalkan auch die dortige FTE-Governance funktionieren, sonst werden unsere KollegInnen laufend gegen Windmühlen anrennen (und wir eine zeitlang mit ihnen gemeinsam bis wir aufgeben). Im Sinne einer aktiven Nachbarschaftspolitik sollte Österreich unbedingt weiterhin durch Know-How-Transfer dazu beitragen, das FTE-System in Südosteuropa auf "westliche" Standards zu bringen. Davon würden auch die vielfältigen Investitionen der österreichischen Wirtschaft in der Region profitieren.
Die Länder sind alle bereits am RP7 assoziiert und Österreich tut gut daran, seinen "first-mover-advantage" in der Zusammenarbeit mit dieser Region, der auch im Wissenschaftsbereich gegeben ist, weiter zu pflegen und zu nutzen.

die unbequeme Stimme says:

aber bitte nicht missionieren!

Österreich sollte den Ländern aber nicht das nicht das eigene System aufdrängen, das vielleicht auch nicht in den Kontext passt. Also: Austausch und Präsentation von "Good Practice"-Modellen, Schulungen, Mitarbeiteraustausch, etc. ja; Aufdrängen von Governancemodellen nein!
Denn: Woher wissen denn wir, ob wir die Weisheit gefressen haben?

Vielleicht kann man diesen partnerschaftlichen Zugang hier besser betonen in der Strategie?