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Ein großer Teil der Welt ist jedoch von der wissenschaftlichen Dynamik und internationalen Innovationsprozessen weitgehend abgekoppelt. Damit in den Entwicklungsländern Afrikas, Lateinamerikas und Asiens moderne Hochschul-, Bildungs-, Forschungs- und Innovationssysteme entstehen bzw. gestärkt werden und damit gleichzeitig bessere Voraussetzungen für eine engere FTI Kooperation mit zukünftigen neuen Wissenschafts- und Wirtschaftszentren entstehen, sollen künftig die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit und die Entwicklungszusammenarbeit in Österreich besser aufeinander abgestimmt werden. Österreichs Forschungs- und Bildungseinrichtungen waren bis zum Anfang der 90er Jahre primär auf unmittelbare nationale Bedürfnisse zugeschnitten. Gestützt wurde diese Ausrichtung durch - auch in Europa - national segmentierte Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsmärkte, die als regionale Monopole beschrieben werden. In diesem Zusammenhang vollzog sich internationale Kooperation weitgehend (zentral-)staatlich gesteuert.

Kommentare

EF says:

Strategische Leitlinien und Empfehlungen

Die Aussage zur Kapazitätenstärkung in Entwicklungsländern ist sehr zu begrüßen. Die dazu formulierten strategischen Leitlinien und Empfehlungen sollten allerdings konkreter im Hinblick auf die entwicklungspolitischen Zielsetzungen ausgearbeitet werden.
Die letzten 3 Sätze dieses Punktes sind allerdings - vielleicht nur für Außenstehende - unverständlich.

Johannes Schmid says:

Internationalisierung

Es wäre ratsam bestehende Kooperationen mit Schwellenländern (wie etwa Pakistan) im Rahmen von Stipendienprogrammen (unter administrativer Hilfe durch den OeAD) weiter auszubauen und auf andere Länder auszudehnen. Wenn z.B. das Herkunftsland die Finanzierung von Doktoranden übernimmt, kann eine Win-Win Situation erzielt werden - und es werden darüber hinaus langjährige strategische Partnerschaften aufgebaut.