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Vor allem die Dynamik der Innovationsentwicklung ist in Österreich in Relation zu den Wettbewerbern in den Gruppen der „Innovation Followers“ und der „Innovation Leaders“ überdurchschnittlich: Österreich ist heute nach Irland das Land mit der größten Entwicklungsdynamik. Heute gehört Österreich zu jenen Ländern in der EU, die eine realistische Chance haben, die im Barcelona bzw. Lissabon-Prozess vorgegebenen Zielmarken auf nationaler Ebene zu erreichen. Im Bereich der Forschungsquote hat Österreich den EU-Durchschnitt bereits in den letzten Jahren deutlich übertroffen. 2008 lag diese bei 2,63% des BIP und damit im EU-Vergleich hinter Schweden, Finnland, Deutschland und Dänemark an fünfter Stelle.

Kommentare

peppino4 says:

Achill und die Schildkröte

Es ist wünschenswert, dass zumindest nach dem Platzen der "Finanzblase" und der damit verbundenen Wortblasen auch in der Forschungspolitik eine reflektierendere, infragestellendere, Sprache einsetzt: Wettbewerb, ja Wettlauf und Effizienz aus gerade aktueller Sicht ist oftmals alles andere als "nachhaltig" (oder ist dieses Wort auch schon eine Worthülse?). Die Unterordnung von Bidlung und Innovation unter eine technokratische, sich gedankenlos und damit pseudorational verselbstständigende Sprache, wie sie besonders in diesem Absatz vorherrscht, macht nicht zufällig blind für komplexe gesellschaftliche Probleme und Konflikte. Gerade diese sind es aber, die jeder Krise - auch der gegenwärtigen Wirtschaftskrise - zugrunde liegen.

rede says:

Schön gesagt

Der Forschungsstrategie ist wirklich eine abwägende, reflektierte und dabei klare und verständliche Sprache zu wünschen. Die alten Worthülsen helfen da nicht viel weiter.

futurologist says:

Forschungsquote

Eine Kennzahl welche überprüft werden sollte. Wieviele Immobilien wurden mit dieser finanziert?
Leider werden Forschungsgelder --> welche speziell für FORSCHUNG sein sollten, oft in Immobilien umgelenkt.

Würde man die Forschungsqoute um den Immobilienanteil reduzieren wäre die sehr traurig.

Vorschlag: Einführung einer NETTOFORSCHUNGSQUOTE hier dürfen nur Gelder aufgezählt werden welche direkt in einem Froschungsprojekt verwendet werden. Daher keine Verwaltungsgelder, Management Fees für Professoren, Immobilienkosten etc.........

octogon says:

Irland?

Ich glaube dass gerade jetzt Irland ein falsches Beispiel ist.

Juergen Holzinger says:

F&E Quote

Da in Österreich meiner Information nach auch alle normalen Engineering-Dienstleistungen unter die F&E Aufwendungen gezählt werden,, spiegelt die F&E Quote für Österreich etwas wieder, was eigentlich gar nicht da ist.

Österreich macht definitiv VIEL zu wenig F&E (zB. unser Engineering in Graz von Magna Steyr macht ca. 160 Mio Euro Umsatz pro Jahr für externe Kunden - das dürfte meiner Auffassung nach nicht zu den F&E Aufwenden gezählt werden).