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"Schwerpunkte"

Die Identifikation von Schwerpunktthemen und Zukunftsfeldern der österreichischen Forschungslandschaft wird an Bedeutung zunehmen. Ziel des Strategieelements ist es, Methoden und Wege für eine holistische Schwerpunktsetzung aufzuzeigen, um wissenschaftliche und technologische Stärkefelder in Österreich weiter zu stärken und zu Alleinstellungsmerkmalen im internationalen Wettbewerb zu führen. Darüberhinaus sollen in gesellschaftlich wichtigen Fragestellungen gezielt FTI-Aktivitäten stimuliert werden.

Kommentare

Matthias Karmasin says:

Stärken

Zwei Bereiche wären auch wichtig: Österreich als Kulturnation (nicht nur als Wirtschaftsstandort und Innovationsraum)
und die Rolle der Medien- und Informationsgesellschaft

Exzellenz says:

kulturnation

im kulturbereich gibt es doch eh schon einige erfolge vorzuweisen. ich fände es an der zeit, dass eher der wissenschaft derselbe stellenwert wie der kutlur eingeräumt würde.

Matthias Karmasin says:

hmm ich sollte wohl präziser

hmm ich sollte wohl präziser formulieren: damit meine ich Geisteswissenschaften, Kulturwissenschaften, Musikwissenschaft, Literaturwissenschaften, Philosophie etc. damit nicht immer nur Technik und life sciences Geld bekommen.... aber stimmt schon: wissenschaft und forschung sollten generell wichtiger werden

CSteinwender says:

Kleines Land muss Schwerpunkte setzen

Ich finde die Schwerpunktsetzung speziell für ein kleines Land wie Österreich sehr wichtig. Besser als nach dem Gießkannenprinzip zu versuchen, überall ein bisschen was zu machen, sind meiner Ansicht nach die Bündelung der Ressourcen auf einige Themen. Ich gebe zu, dass die Auswahl dieser Themen nicht einfach ist, aber langfristig trotzdem sinnvoller.

bruno says:

Schwerpunktsetzung muss

Schwerpunktsetzung muss Buttom Up durch die Wirtschaft erfolgen. Top Down Aktivitäten durch EU, Regierung u.a. ist nicht zielführend.

Dr. Gerhard Posch says:

Schwerpunktssetzung

Die Schwerpunktssetzung ist ein wesentliches Instrument zur zielgerichteten F&E-Steuerung und daher unbedingt erforderlich. Es sollten dabei aber auch immer die Möglichkeiten zur industriellen Umsetzung der Forschungsergebnisse in Österreich berücksichtigt werden.

ulrike kozeluh says:

Schwerpunktsetzung

Forschungspolitische Schwerpunktsetzung und freie Forschung widersprechen einander ja nicht. es sollte beides solide finanziert möglich sein, ohne (zusätzliche) Schwerpunktsetzungen ist es aber relativ schweirig, vorhandene Exzellenz zu bündeln und international sichtbarer zu machen, dies gilt vor allem für den GSK-Bereich. Gerade hier hat die ungerichtete Förderpolitik vor allem in ausseruniversitären Bereich Bauchladenforschung hervorgerufen, von der man nur recht und schlecht leben kann.

Fuhrmann says:

Schwerpunktsetzung

Schwerpunktsetzung sollte vorrangig durch den voraussichtlichen Endnutzer der Forschungsergebnisse erfolgen. Gleichzeitig sollte dieser in die Plicht genommen werden, sich finanziell oder durch Beistellung von Sachleistungen / Personal an den Forschungsarbeiten zu beteiligen.

Bild von zecke
zecke says:

Stärken stärken?

Das Motto "Stärken zu stärken" klingt gut. Was aber bedeutet es wirklich:

(1) Es bedeutet, dass man Methoden anwendet mit Hilfe derer, Stärken zweifelsfrei identifiziert werden können. Man darf gespannt sein, welche Methodik hier zum Einsatz kommen soll?

(2) Ist es nicht vielfach sinnvoller "Schwächen auszubügeln"?

Es wird doch niemand ernsthaft in Frage stellen, dass die allseits (z.B. Forschungsbericht, Systemevaluierung und Ratsentwurf) bekannten Schwächen Österreichs bei Humanressourcen durch die FTI-Politik verstärkt adressiert werden sollen, wiewohl es sich dabei wohl kaum um eine Stärke im Innovationssystem handelt.

ConseQuences says:

Schwerpunkte unerlässlich

Schwerpunkte sind unerlässlich, das ist ganz klar. Allerdings sollten nach Identifikation eben dieser die gesetzlichen Rahmenbedingungen so geschaffen werden, dass Österreich auch international einen Vorteil gegenüber den EU-Partnern geniessen kann. Das Beispiel unserer Medienlandschaft mit liberaleren Werbungs- und Sponsoringmöglichkeiten im Vergleich zu Deutschland beweisst, dass auch ein verhältnismäßig kleines Land durch Liberalismus innovativer als andere sein kann.