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Im Konzept der „Wissens-basierten Gesellschaft“ werden Wissenschaft, Forschung und Innovation als entscheidende Kraftfelder der gesellschaftlichen Entwicklung betrachtet. Sie durchdringen sämtliche Lebens- und Handlungsbereiche und gelten als unabdingbar für die Verbesserung unserer Lebensqualität sowie die Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit und damit unseres Wohlstands. Ihnen wird die Aufgabe übertragen, Antworten und Lösungen auf die großen Fragen und Probleme unserer Zeit zu finden.

Kommentare

franz says:

Innovation

"Innovation" darf nicht nur auf Technologie-Innovation beschränkt werden. Auch die Beiträge der Wirtschafts- bzw. Managementwissenschaften zu Innovationen sind zentrale Erfolgsfaktoren. Diesbezüglichen Forschungsprojekten müsste ein entsprechender Stellenwert (der auch in der Finanzierung solcher Projekte zum Ausdruck kommt) zukommen.

stefang says:

WISSENSCHAFT

Wissenschaft ist hier die deutsche umfasssende Definition, die geistes und sozial Wissenschaften genauso wie die Naturwissenschaften meint.
Um dieses Ziel zu erreichen braucht es allerdings eine wesentliche Umstrukturierungen in unserer Gesellschaft:

In den Schulen muss die Naturwissenschaft entsprechend ihrer Bedeutung für unsere Gesellschaft mit modernen Methoden gelehrt werden, nur so lässt sich Interesse für diese Fächer wecken.
In der Politik muss Wissenschaft als ein gesllschaftliches Ziel jenseites der Tagespolitik definiert werden, um einen kontinuierlichen und verlässlichen Innovationspfad zu beschreiten.
Die Geistes und Sozialwissenschaften müssen gestärkt werden, um eine breite Diskussion über die Bedeutung einer wissensbasierten Gesllschaft zu führen.

wa says:

Wissenschaft, Forschung, Innovation & Co.

Gilt für das ganze Kapitel: Alter Kritikpunkt, dass die Begriffe Wissenschaft, Forschung, Technologie, Innovation, Entwicklung etc. oft unscharf gebraucht werden, obwohl sie eigentlich präzise definiert sind. Das schafft zusätzlichen, eigentlich vermeidbaren Diskussionsbedarf.

Thomas Lindenthal says:

Lebensqualität und Wohlstand

Die beiden Begriffe Lebensqualität und Wohlstand sind viel weiter zu fassen ebenso wie das zu kurz greifende Paradigma der "wissensbasierten Gesellschaft". Die Bedrohung der Lebensgrundlage unserer Erde und die Gefahren im sozialen/psychischen Wohlbefinden in vielen westlichen Industriestaaten werden weiter zunehmen, wenn stets nur von den Zielen des Wettbewerbsfähigkeit und des klassischen Wohlstands- und Lebensqualitätsverständnisses ausgegangen wird! Warum also diese einseitige Sicht, die sich durch das ganze Papier zieht? Das ist weder visionär, noch zukunftsorientiert, auch nicht "radikal innovativ" und schon gar nicht verantwortungsvoll für die gegenwärtigen und die kommenden Generationen! Österreich hätte die Chance in einem umfassenderen Sinne neue nachhaltige, ökologisch, sozial, ökonomisch und psychisch verantwirtungsvolle "Wohlstandsmodelle" vorzuzeigen, was ausserdem Arbeitsplätze sichern bzw. schaffen würde.