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Je mehr Wissenschaft und FTI individuell spürbar das Leben jedes Einzelnen verändern, umso mehr sind sie auch dazu aufgefordert, diese (potentiellen) Veränderungen anzusprechen und (vorausschauend) öffentlich zu diskutieren. Gleichzeitig gibt es jedoch kaum einen Bereich der Gesellschaft, über den die Öffentlichkeit so wenig Konkretes weiß, wie über Wissenschaft und Technologie. So ist weitgehend unbekannt, wie Wissenschaft und Forschung tatsächlich arbeiten, wie Erkenntnisse entstehen und in welcher Form diese auch kulturelle Leistungen darstellen. Wenn aber das Wissen über diese Thematik fehlt, darf es nicht verwundern, dass in öffentlichen Diskursen zumeist Begriffe wie „Risiko“ und „Unsicherheit“ dominieren und eine faktenbasierte Diskussion nur schwer möglich ist.

Kommentare

stefang says:

Bottom up

Aktivitäten wie Foschungsfest und Lange Nacht der Forschung zeigen, was für ein Bedarf in der Öfentlichkeit für den Blick hinter die Wände der Forschungsinstitutionen besteht.
Auch der riesige Erfolg des "Vienna Open Lab" spricht Bände.
Allerdings wird in Ö immernoch viel zu viel top-down verordnet, anstelle von bottom-up gefördert.
Konzepte wie Forschern der Kontakt mit der Öffentlichkeit erleichtert werden kann, sollten nicht von oben verordnet werden.
Sondern es bedarf verstärkter Aktivitäten (PEEK und SPARKLING SCIENCE sind gut) Wissenschaftler zu ermutigen diesen Weg selbst zu gehen.
Die Österreichische Krankheit mit diesen Mitteln auch immer den entsprechenden Politikern eine Möglichkeit der Selbsdarstellung zu geben wirkt immer wieder hemmend, denn so werden Gelder für grosse Aktionen ausgegeben, die vielleicht besser in vielen Kleinen weniger sichtbaren besser aufgehoben wären.

ConseQuences says:

Eine Frage der Kommunikation

Verständnis der Öffentlichkeit kann nur bei Verstehen erreicht werden. Den BürgerInnen ist durch transparente und verständliche Kommunikation begreiflich zu machen, was FTI für sie speziell und unser Land an sich bewirkt. Primäre Aufgabe einer verständlichen Kommunikation, hauptsächlich medial, ist eine vereinfachte Darstellung des Erreichbaren und Erreichten. Auch wenn man sich auf den Boden der Spekulation begibt, kann nur eine Kommunikation nach Art der "Sendung mit der Maus" bzw. "Galileo" Verständnis bei allen BürgerInnen erzeugen. Wieso sollten denn die Menschaen da draussen ihre Zustimmung für Investitionen in FTI geben, wenn sie keinen Begriff davon haben, was das bringt?!