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Der Rat hat sich deshalb schon frühzeitig mit Fragen der Wissenschaftskommunikation auseinandergesetzt und mit der Initiierung der Kampagnen „Innovatives Österreich I“ und „Innovatives Österreich II“ sowie der Durchführung partizipativer Verfahren wichtige Schritte gesetzt. Seit dem ersatzlosen Auslaufen der Initiative „Innovatives Österreich“ im Jahr 2006 fehlen in Österreich nun aber Abstimmung, Vernetzung und Förderung von Maßnahmen im Bereich der Wissenschafts- und FTI-Kommunikation.

Kommentare

die unbequeme Stimme says:

PR Firmen: System der Beauftragung auf Effizienz überprüfen

Hierzu und allgemein zu dem Thema Wissenschaftskommunikation muß auch gesagt werden, daß dies eine Spielwiese von spezialisierten Firmen (hier: "PR Firmen")ist, die von den jeweiligen Ministerien beauftragt werden.

- Öffentliche Ausschreibung aller Aufträge in dem Bereich, und zwar auch diejenigen unter der bisher bestehenden gesetzlichen Grenze.
- Es sollen nicht diejenigen Firmen zum Zug kommen, die gerade der Partei des jeweiligen Ministers nahe stehen.
- Die Leistung der PR Firmen muß genau evaluiert werden.
- Die "mangelnde Abstimmung" liegt auch genau an diesem System der Beauftragung von PR Firmen für einzelne Wissenschaftskommunikations und -vermittlungsprojekte. Eine PR Firma hat kein monetäres Interesse an einer Abstimmung untereinander.
- Vielleicht sollte man, statt das auf diese Praxis der fragmentierten Beauftragungen zu setzen lieber eine staatliche Agentur für Wissenschaftskommunikation gründen?

stefang says:

DEZENTRAL

Ich halte nicht viel von einer zentral gelenkten und verordneten Struktur.
Gerade die Innvoation I und II haben gezeigt, dass Nachhaltigkeit mit solchen Aktionen nur schwer zu erzeugen ist.
Es wäre wunderbar, wenn es genau wie für Forschung (FWF) auch für Wissenschaftskommunikation und Partizipation einen "Marktplatz der besten Ideen" gäbe. Den sehe ich zurzeit nicht, sondern eher eine politisch verordnete Wunschliste und eine Anzahl gut vernetzter Akteure.