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Empfehlung 4.3

Für WissenschafterInnen/ ForscherInnen soll ein Anreizsystem entwickelt werden, sich aktiv auf den Dialog mit der Öffentlichkeit einzulassen. Dieses Engagement soll als zusätzliches Merkmal wissenschaftlicher Reputation gelten.

> 2013

Kommentare

Firehorse says:

Anreize für Dialog mit der Öffentlichkeit

Das Sichtbarmachen von Forschungsarbeit ist eine wesentliche Voraussetzung für eine breite Akzeptanz von Wissenschaft und Innovation- die Öffentlichkeit muß sich ein Bild davon machen können, wozu diese Anstrengungen und Gelder (!) verwendet werden. Der Dialog muß deswegen in verständlicher Weise geführt werden und muß auf Deckmäntelchen wie extreme Jargons verzichten.

kira says:

Dialog?

Für mich stellt sich primär die Frage, wie sich der Rat diesen Dialog vorstellt. Sollen sich die WissenschafterInnen mit BürgerInnen treffen und die Themen diskutieren, oder soll es regelmässig Vorträge /Diskussionsabende geben? Wie soll man die Leute dazu motivieren, sich am Dialog zu beteiligen?
Würde das regelmässige Schreiben in einer nichtwissenschaftlichen (Tages)Zeitung schon dazu zählen, wenn in den Artikeln technische Leistungen präsentiert werden?

Richtiger Dialog ist meines Erachtens nach fast nur in kleinen Gruppen konstruktiv möglich, in denen sich alle einbringen können.

Dr. Gerhard Posch says:

Forscher/innen &Gesellschaft

Hier sollte man Anleihe in der Industrie nehmen:
Einen Entwickler zum Kunden zu schicken geht in 90% der Fälle schief - die Gesprächsbasis ist zu unterschiedlich und der Kunden ist schlußendlich mehr verunsichert als zufriedengestellt und interessiert.

die unbequeme Stimme says:

Anreizsystem ja - Verpflichtung nein

Man darf es nicht so weit treiben, Forscher als Individuen dazu praktisch zu zwingen, auch in den breitenwirksamen Wissenschaftsdialog einzusteigen.

Es gibt nicht nur Unwillen, es gibt vor allem unterschiedliche Talente unter den Forschern. Manche (sonst exzellente) Forscher können einfach ihr Gebiet nicht populärwissenschaftlich erklären - die sollen es besser lassen. Nichts ist schlimmer als ein als populärwissenschaftlich angekündigter Vortrag, in dem das Publikum schon nach der ersten Minute aussteigt.

stefang says:

ANREIZE

Dei bestehenden Preise für Wissenschaftskommunikation sind finanziell unbefriedigend. Ein Beleg für das Feigenblatt-Dasein, das Wissenschaftskommunikation von Wissenschaftlern führt.
Die Kommunikation von Ergebnissen aus FWF Projekten ist verpflichtend, wird aber nicht i8n der Evaluierung berücksichtigt, während der wissenschaftliche output deutlich die ERfolgschancen beim Folgeantrag erhöht. Hier anzusetzen wäre einfach.
Die Frage nach den Strukturen, die Wissenschaftler unterstützen, wenn sie mit der Öffentlichkeit kommunizieren bleibt offen, bedarf aber einer ausgiebigen Diskussion.

j.jaeger says:

Sehr, sehr wichtig

Sehr, sehr wichtig