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Die Mobilisierung finanzieller Mittel war eine der wichtigsten „sine qua non“ Forderungen der EU in der Lissabon-Strategie. Kein anderes der nicht schon zur Spitzengruppe gehörenden EU-Länder hat die Verfolgung des Barcelona-Zieles einer dreiprozentigen Forschungsquote bis 2010 so konsequent und erfolgreich betrieben wie Österreich. Für das Jahr 2009 konnte eine Quote von 2,73% (Globalschätzung Statistik Austria) erreicht werden. Die vergangenen Jahre haben auch gezeigt, dass die notwendigen Wachstumsraten in Richtung der 3%-Marke machbar sind. Zu Jahresbeginn 2009 sind jedoch die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich spürbar und die mittelfristige Entwicklung wird voraussichtlich erst in ein bis zwei Jahren einschätzbar. Das Ziel, bis 2020 durch substanzielle Erhöhung der F&E-Aufwendungen zur Spitzengruppe forschender Länder vorzustoßen, sollte aber gerade in dieser Situation weiter verfolgt werden.