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Eine vermutlich nicht geplante, jedoch aufgrund der zunehmenden Bedeutung der unternehmerischen Forschung induzierte Veränderung zeigte sich auch bei den (nach Frascati klassifizierten) Forschungsarten ab: Wurden 1998 noch 18 % der Forschung im Bereich der Grundlagenforschung durchgeführt, reduzierte sich dieser Anteil in den Jahren 2002 auf 17,8% und 2006 auf 17%. Der Rückgang der Grundlagenforschung ergibt sich aus dem überdurchschnittlichen Wachstum des Unternehmenssektors: Der Anteil der v. a. von der Industrie finanzierten experimentellen Entwicklung stieg von 43,3% (1998) auf 44,6% (2002) und stellt nunmehr bereits 47,4% (2006) dar. Dieser Prozess wird voraussichtlich aufgrund der Fokussierung der öffentlichen Finanzierung auf den kooperativen Bereich und den Unternehmensbereich weiter verstärkt werden. Hochrechnungen , welche auf der Annahme basieren, dass die Strukturen konstant bleiben, weisen für 2020 folgende Verteilung auf (Abb. 5):

Kommentare

Ulrich-Schubert says:

Rückgang der Grundlagenforschung

Der Rückgang des Anteils der Grundlagenforschung ist äußerst bedenklich, insbesondere wenn Österreich die Rolle eines "innovation leaders" anstrebt. Quantitativ und qualitiativ hoher und konstanter "output" an Ergebnissen der Grundlagenforschung ist eine Notwendigkeit für nachfolgende Umsetzungen in Anwendungen. Wenn der Anteil an Grundlagenforschung sinkt, wird - mit zeitlicher Verzögerung - angewandte und industrielle Forschung darunter leiden.