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Empfehlung 6.2

Die heutige Struktur der F&E-Ausgaben für Grundlagenforschung, angewandte Forschung und experimentelle Entwicklung ist eine bewährte Ausgangsbasis für die nächsten Jahre. Diese Struktur der Forschungsarten soll ausgewogen zueinander weiterentwickelt werden.

> 2020

Kommentare

helmut gassler says:

Defensive Formulierung?

Der Paragraph ist - wohl bewusst - sehr defensiv formuliert (aus Sicht der Grundlagenforschung). Auf Basis der - zugegeben recht eingeschränkten Datenlage - liesse sich für Österreich durchaus eine gewisse "Grundlagenforschungslücke" (auf Basis der gegebenen F&E-Quote wird verhältnismässig wenig in Grundlagenforschung investiert) argumentieren. Eine offensivere Formulierung für die Grundlagenforschung wäre hier u.U. wünschenswert (und auch mehr als kompatibel mit einer anvisierten "frontrunner-Strategie"). Vor dem Hintergrund eines (die gegenwärtige Krise mal außer acht lassend) wachsenden Kuchens (Ziel von 4 % F&E-Quote!) würde eine Anteilsverschiebung zu Gunsten der Grundlagenforschung auch "niemanden" etwas wegnehmen.

Bild von Markus Pasterk
Markus Pasterk says:

ausgewogene Förderung

Ich stimme einer ausgewogenen Förderung von Grundlagenforschung, angewandter Forschung und Entwicklung durchaus zu. Stimmt man jedoch dem Kapitel 116 zu und glaubt man den Entwiclkungen in Abbildung 7 sollte man in österreich in Zukunft vermehrt in Grundlagenforschung zu Lasten der Entwicklung investieren. Die Entwicklung wiederum würde durch höhere indirekte also steuerliche Massnahmen profitieren.

FHK says:

Ausgaben für angewandte Forschung

„Die heutige Struktur der F+E – Ausgaben für Grundlagenforschung, angewandte Forschung und experimentelle Entwicklung ist eine bewährte Ausgangsbasis für die nächsten Jahre….“

Die Ausgaben für angewandte Forschung an Fachhochschulen betreffend, können wir uns dem obigen Darstellung der Bewährtheit nicht ganz anschließen. Bisher hat diese Finanzierung nur über Ausschreibungen stattgefunden, die keine verlässliche und nachhaltige Forschungsfinanzierung darstellen. Diese „Struktur“ ist aus Sicht der FHs – wie schon des öfteren argumentiert – für realistischen Struktur- und vor allem Personalaufbau einfach nicht ausreichend.