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Ohne Teilnahme an internationalen Leuchtturmforschungsinfrastrukturen können die österreichische Wissenschaft und Wirtschaft im Forschungsbereich nur zweitrangig sein. Spitzenforschung bedarf der Anbindung an internationale FTI-Infrastrukturen in spezifischen thematischen Schwerpunktbereichen. Darüber hinaus gibt es Nischenbereiche, in denen Österreich in führender Rolle im Bereich europäischer FTI-Infrastrukturen positioniert werden kann. So kann Österreich beispielsweise im Rahmen des Biobanking and Biomolecular Resources Research Infrastructure-Projekt eine führende Rolle in einem ESFRI Projekt einnehmen.

Kommentare

MMoschner says:

Leuchtturm oder Elfenbeinturm?

Wurde hier ein Begriff verwechselt?
Leuchtturm mit Elfenbeinturm?
Viele dieser "elitären" Einrichtungen treiben zwar grossen "Nabelbeschau-Aufwand", effektive Innovationen brachten sie kaum hervor.
Allerdings wird viel Energie für die Erläuterung verwendet, dass - und warum - man das von ihnen auch gar nicht erwarten kann und darf.

Bild von Markus Pasterk
Markus Pasterk says:

Leuchtturmforschungsinfrastruktur

Hier scheint wieder (wenn auch im Internationalen Bereich) eine Vermischung der beiden Begriffe Internationale Mitgliedschaft in Grossforscuhngseinrichtungen und Teilnahme an einer Infrastruktur vorzuliegen. Beides ist wichtig, hat aber ganz unterschiedliche Voraussetzungen!

Helmut Wiedenhofer says:

Biobank

Dieser Punkt ist von großer Relevanz. Die Steiermark hat große Chancen (bedingt durch die Geschichte des Standortes) im Bereich der BIOBANKEN einen europäischen "Leuchtturm" zu entwickeln.

Thomas Lindenthal says:

Leuchtturmprojekte

Statt Leuchtturmprojekte der Exzellenz müssen an österreichischen Universitäten Leuchtturmprojekte der Zukunftsorientierung und der Verantwortung für kommende Generationen entstehen. Wie in Punkt 1 und 2 erwähnt, kann und muss Österreich gerade hier als international angesehener Beispielgeber wirken (z.B. radikale beispielgebende Innovationen für eine nachhaltige Mobilität oder für energieeffizientere und gesündere Lebensstile sowie für eine nachhaltige Landnutzung).
Die Vorschläge zur Stärkung der Forschungsinfrastruktur sind viel zu sehr auf die Spitzenforschung und auf internationale Beteiligungen an FTI-Infrastruktur ausgerichtet (Absatz 166, SL10 und SL11 im Absatz 170-173 und entsprechende Empfehlungen). Die im Absatz 165 erwähnte Basisforschungsinfrastruktur findet im Papier hingegen keine Vertiefung hinsichtlich strategischer Leitlinien oder Empfehlungen - warum nicht? Vielmehr müsste gerade auch die Basisforschungsinfrastruktur in Österreich gestärkt werden, um gesellschaftsrelevante Themen (s. Punkt 2) zu bewältigen und eine ausreichend qualitative Lehre sicherzustellen. Warum werden zudem ausgerechnet hier Beispiele aus dem Bereich Biobanking und Biomolecular Resources (Absatz 166) genannt und nicht auch Beispiele aus der Nachhaltigkeits-, Klima-, Wasser-, Boden- oder Ökologieforschung oder aus dem psychosozialen und sozio-politischen Bereich? Diese bedenkliche thematische Einseitigkeit des Papieres zeigt sich auch an weiteren Stellen (z.B. Absatz 68, 142).

Kurt Zatloukal says:

Chancen für Österreich

Forschungsinfrastrukturen sind von großer strategischer Bedeutung. Bei der Setzung von Prioritäten sollte daher unbedingt auf die Position und Rolle Österreichs in der europäischen und globalen Forschungslandschaft geachtet werden.