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Empfehlung 10.1

Die top-down Steuerung zur verstärkten Teilnahme an internationalen Forschungsinfrastrukturen soll verbessert werden. Dies inkludiert etwa eine aktive Vermarktung und die entsprechende Aufbereitung der Teilnahmemöglichkeiten österreichischer Forschungseinrichtungen sowie deren verbesserte Vernetzung.

Kommentare

Bild von Rainer Hasenauer
Rainer Hasenauer says:

Vermarktung

Dieser Aspekt des Forschungsmarktes muss deutlicher herausgearbeitet werden.

Bild von Markus Pasterk
Markus Pasterk says:

Empfehlung 10.1

Wann diskutieren wir in österreich endlich ESFRI? Dann hätten wir uns die traurige Diskussion um den verhinderten Ausstieg beim CERN ersparen können.
In der Empfehlung sollte daher der Bezug zur ESFRI Roadmap hergestellt werden.

Thomas Lindenthal says:

verstärkte Teilnahme an internationalen Forschungsinfrastruktur

Die Vorschläge zur Stärkung der Forschungsinfrastruktur sind viel zu sehr auf die Spitzenforschung und auf internationale Beteiligungen an FTI-Infrastruktur ausgerichtet (Absatz 166, SL10 und SL11 im Absatz 170-173 und entsprechende Empfehlungen). Die im Absatz 165 erwähnte Basisforschungsinfrastruktur findet im Papier hingegen keine Vertiefung hinsichtlich strategischer Leitlinien oder Empfehlungen - warum nicht? Vielmehr müsste gerade auch die Basisforschungsinfrastruktur in Österreich gestärkt werden, um gesellschaftsrelevante Themen (s. Punkt 2) zu bewältigen und eine ausreichend qualitative Lehre sicherzustellen. Warum werden zudem ausgerechnet hier Beispiele aus dem Bereich Biobanking und Biomolecular Resources (Absatz 166) genannt und nicht auch Beispiele aus der Nachhaltigkeits-, Klima-, Wasser-, Boden- oder Ökologieforschung oder aus dem psychosozialen und sozio-politischen Bereich? Diese bedenkliche thematische Einseitigkeit des Papieres zeigt sich auch an weiteren Stellen (z.B. Absatz 68, 142).

Raggautz says:

TOP down Ansatz

Ich bin sehr skeptisch, dass die Beteiligung an internationaler Sonderinfrastruktur top down verordnet werden kann. Die Badarfe dafür müssen bottom up erwachsen und dann gebündelt werden. Zuerst eine Mitgliedschaft eingehen und dann zu fragen (oder im Rahmen von Leistungsvereinbarungen zu "verhandeln"), welche Einrichtung diese Infrastruktur denn bitte mit Projekten nutzen wird, ist mE der falsche Ansatz.

Jörg Schmiedmayer says:

Bottom Up

Stimme voll zu
gerade bei Beteiligungen muss der Anstoss und die Motivation Botom-Up kommen.

Bergmann Michael says:

Vermarktung von wissenschaftlichen Ergebnissen

Nur durch effektive professionelle Rechts- und Patentberatung wird es den Univeristäten möglich sein, Ihre Position als Patent-generierende Stelle in der Marktwirtschaft zu behaupten.

Für den universitären Bereich ist deshalb eine Aufstockung der Patentbüros und der Rechtabteilung noch notwendig. Derzeit sind diese Stellen überlastet und unterbestetzt. Dadurch wird es für die Universitäten schwierig (mögliche) Patente auch effektiv zu vermarkten. Konsilar-mäßig eingeworbenes externes Know-How wird hierfür vermehrt notwendig werden.

Die Vermarktung kommt langfristig der Universität zu Gute. Sie kann dadurch Geld für sich selbst einwerben und wird zusätzlich ein attrakiver Platz für Forscher/innen, welche über prozentuelle Beteiligungen leistungsbezogen Ihre Gehalt aufbesseren können. Forscher/innen werden damit Patente auch vermehrt als Teil-Ziel Ihrer Forschung ansehen. Besonderes letzters ist derzeit noch wenig der Fall.

Weiteres sollten Patentrecht und Vermarktung inkluiderend eines betriebswirtschaftliche Kurses ein Teil des Studiums für anwendungsorientierten Forschungfächer sein.

Kurt Zatloukal says:

ESFRI Roadmap beachten

Bei internationalen Forschungsinfrastrukturen sollte der Schwerpunkt auf der ESFRI Roadmap liegen. Die Forschungsinfrastrukturen der ESFRI Roadmap basieren auf einem mehrjährigen Evaluierungsprozess und repräsentieren eine langfristrige gesamt-europäische Strategie. Weiters erfüllen sie sehr hohe Qualitätskriterien und werden im Rahmen eines international streng evaluierten Prozesses etabliert.