179

Empfehlung 11.4

Bestehende und geplante Programme und Einrichtungen zur Kooperationsförderung wie z.B. COMET oder die Exzellenzcluster sind durch einen Infrastrukturschwerpunkt zu erweitern.

Kommentare

Thomas Lindenthal says:

Das internationale

Das internationale „Exzellenz“- Paradigma wird auch an dieser Stelle in zu einseitiger Weise übernommen. Die negativen Folgen der Exzellenzcluster (u.a. Oligarchisierung der Forschung, Stärkung der Mainstreamforschung, Verringerung des gesellschaftlichen Engagements der Forschung, Intransparenz, einseitig-interessensgeleitete, lobbyorientierte Forschung, Verringerung der demokratischen Kontrollmechanismen, einseitige Qualitätsdefinition von Forschung) nicht in der umfassende Literaturzusammenschau der „Strategie 2020“ erwähnt, obwohl hierzu bereits international publiziert wurde z.B.:
BROWN, H. (2007): How impact factors changed medical publishing - and science. BMJ, 334, 561-564.
GANS, J. S. und G. S. SHEPHERD (1994): How the Mighty are Fallen: Rejected Articles by Leading Economists. In: Journal of Economic Perspectives, 8, 165-179.
MÜNCH, R. (2006): Wissenschaft im Schatten von Kartell, Monopol und Oligarchie. Die latenten Effekte der Exzellenzinitiative. In: Leviathan 34 (4), S. 466-486.
ZIEGLER, H. (2003): Wissenschaftsverständnis und Wissenschaftsrat. In: GAIA-Disput zum Thema: „Stiche, Stichproben, Stichworte: Übergangszustände der Evaluation von `Tauschzonen des Wissens`“. GAIA 12 (2003) 2, 87-90.

Kurt Zatloukal says:

Strukturierter Prozess

Eine Anlehnung an Programmen wie COMET oder Exzellenzcluster würde auch einen zum Teil bereits bewährten und strukturierten Prozess für Forschungsinfrastrukturen bedeuten und ist sehr zu begrüssen. Die spezifischen Erfordernisse von Forschungsinfrastrukturen müßten jedoch unbedingt beachtet werden.