41

In Summe ergibt sich der Befund eines erschwerten und daher ungenügender Zugangs zu höherer Bildung in Österreich. Während in Polen, Schweden oder Norwegen 78% der Bevölkerung ein Hochschulstudium beginnen , sind es hierzulande nur etwa halb so viel. Um entsprechend der „Frontrunner-Straatgei“ zu den führenden Nationen aufschließen zu können, steigt der Zustrom in die höheren Bildungseinrichtungen zu langsam. Die Ausbildung im Tertiärbereich ist in Österreich im OECD-Vergleich noch dazu durch hohe Dropoutraten gekennzeichnet, welche eher durch den sozialen Hintergrund oder studienspezifische Selektionskriterien als durch tatsächliche Leistungskriterien erklärt werden können.

Comments

peppino4 says:

Intellektuellenfeindlichkeit

nicht nur in den "bildungsfernen" Schichten, auch mitten drin und auf der höchsten Ebene der Politik.

ConseQuences says:

Praxisbezug

Hier ergibt sich auch die Frage nach dem viel diskutierten Praxisbezug österreichischer Hochschulstudien. Entwachsung aus der Breite des Maturaniveaus sollte noch viel stärker forciert werden.

Jörg Schmiedmayer says:

Zugang zu tertiären Ausbildung

Die wichtigste Maßnahme wäre sicher zu stellen, dass jeder der die Qualifizierung zu einem Studium / Hochschulausbildung hat, auch eine solche sich leisten kann. Daher sind ausreichend Stipendien / Kredit Programme für hoch qualifizierte mit entsprechender Evaluierung zur Verfügung zu stellen. Studieren darf keine sozialen Hürden haben.

Wie Österreich ja in den letzten 40 Jahren bewiesen hat ist "gratis" noch lange nicht mit freiem Zugang gleichzusetzen