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SL 2 Strategische Leitlinie: Berufsbild „WissenschafterIn“ profilieren

Wie auch im aktuellen Regierungsprogramm angesprochen, geht es darum, sowohl im wissenschaftlichen als auch im wirtschaftlichen Bereich mehr Menschen in die Forschung und Entwicklung zu bekommen, um nachhaltige Erkenntnisgewinne – sowohl von Seiten der Grundlagenforschung als auch in der angewandten Forschung – zu erzielen. Dazu gilt es, das Berufsbild „WissenschafterIn“ zu profilieren und wissenschaftliche Karrieren zu attraktivieren.

Comments

Wolfgang Eppens... says:

Berufsbild ForscherIn impliziert auch ordnungsgemäße Anstellung

Hier fehlt eine Empfehlung zur Umstellung sämtlicher Stipendien ohne soziale Absicherung auf reguläre Arbeitsverhältnisse. Zwar ist in Österreich die Unsitte, Forschungsleistung nicht ordnungsgemäß abzugelten nicht ganz so weit verbreitet wie in anderen Ländern, umso mehr sollte Österreich hier klarstellen, dass in Österreich Forschung als reguläre Arbeit anerkannt wird (also keine Stipendien ohne soziale Absicherung, und zwar auch auf Doktoratsstufe).

die unbequeme Stimme says:

Das Berufsbild "Wissenschafter" und Doktorats-"Studierende"?

Danke, volle Zustimmung.
Wenn man es wirklich ernst nimmt, dass man das Berufsbild "Wissenschafter" stärken will, dann soll endlich damit aufgehört werden, Nachwuchsforscher als "Studierende" zu bezeichnen und sie als Studierende zu behanden.
Sie sind Doktoranden, Doktorierende, Promovierende, Forschernachwuchs,... aber keine Studenten mehr.

Und es nervt, wenn der Badelt ständig davon redet, daß sich die Universitäten beim Doktoratsstudium "die Studierenden aussuchen können sollen". Er hat das Bild eines Studenten vorm Auge.

Es geht vielmehr um "recruiting", also Doktoranden als normale Dienstnehmer einzustellen, mit transparenten Bewerbungsverfahren. Dann kann man sich darüber hinaus noch überlegen, anderen extern arbeitenden Dissertanten im Rahmen von Verträgen zwischen Uni, Betreuer auch am Weiterbildungs- und Betreuungsangebot teilhaben können.