109

Die Effekte von Innovationen und neuen Technologien werden sowohl auf der Makroebene, als auch auf der Meso- und Mikroebene untersucht. Die zugrunde liegenden empirischen Modelle wurden im Zeitablauf immer weiter verbessert und verfeinert. Grundsätzlich werden Forschungs- und Entwicklungsausgaben, Innovationen, Humankapital, Wissen und Lernen tendenziell positive Wachstums- und Produktivitätseffekte attestiert, was auch empirisch nachgewiesen wurde . Beispielsweise wird geschätzt, dass rund 2/3 des realen Wachstums in Österreich durch Forschung und Verbesserung der Qualität der Produktionsfaktoren (z.B. durch Höherqualifizierung der Arbeitskräfte) erzielt werden.

Comments

peppino4 says:

Euphemistischer bis tabuierender Umgang mit Negativfolgen?

Es klingt, als ob Innovation und Technikentwicklung nicht auch katastrophale Auswirkungen hätten, sondern nur unser Heil beförderten. Das ist keine realistische, geschweige denn eine wissenschaftstheoretisch fundierte Haltung.
In diesem Absatz fehlt sogar die ohnehin schon euphemistische "Technikfolgenabschätzung". Werden die effektiven Kosten für/von/durch Innovationen (z.B. auch die für den Wiederaufbau der verbrauchten Ressourcen) tatsächlich umsichtig eingeschätzt? Wenn nur das aktuell Zählbare und sich Auszahlende zählt, kann uns bzw. unsere Nachkommen das teuer zu stehen kommen.